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Frettcheninfos

Was ist ein Frettchen?

Immer wieder werde ich von interessierten Menschen gefragt, was denn eigentlich ein Frettchen sei.Beim spazierengehen mit dem Frettchen wird man des öfteren von verblüfften Passanten angesprochen, mit welchem aussergewöhnlichen Tierchen man denn da durch den Wald streife. Als Frettchenbesitzer kennt man den Äusserungen wie "Ist das ein Marder?" oder" was für ein niedlicher Hamster" und sogar "das ist doch ein Hund, nicht wahr?". Klärt man den Unwissenden darüber auf, dass es sich um ein Frettchen handelt, weiss er oft nicht einmal, was dies für ein Tier ist. Dennoch erfreut sich das Frettchen in den letzten Jahren immer grössere Beliebtheit als Haustier, da es mit einigem Geschick gar nicht so schwer zu halten ist und weil es sehr zahm wird, so dass es fast wie ein Hund oder eine Katze als treuer Hauskamerad in der Wohnund oder im Freien untergebracht werdenkann. Trotzdem ist noch weitgehend unbekannt, woher das Frettchen stammt, zu welcher Tierart es zählt und wie es gefüttert und gepflegt wird.

 

Wissenswertes über Frettchen

Das frettchen ist wissenschaftlich gesehen die domestizierte Form des Iltis. Frettchen (mustela putorius furo)und Iltis (mustela putorius) gehören zur Raubwildfamilie der Marder (mustelidae). Zur Familie der Marder gehören auch die Wieselartigen (mustelinae), die wiederum in die Gattung der Erd- und Stinkmarder (mustelae) zu unterteilen sind. Zu einer weiteren Untergattung der Mustelae gehören unter anderem auch Iltis und das Frettchen. Der Stammvater des heute bekannten Frettchen ist wahrscheinlich der europäische Waldiltis (mustela putorius). Das Frettchen ist nichts weiter als eine durch jahrhundertelange Zähmung und Züchtung in Gefangenschaft entstandene Haustierform des Waldiltis. Es stellt einen durch Mutation entstandenen albinotischen Typ (Weissling) des Iltis dar. Albinos sind Tiere, die ohne jegliche farbpigmente geboren werden, so dass Fell oder Haarkleid reinweiss sind und ihre Augen durch die pigmentfreie Regenbogen- und Netzhaut rot erscheinen. Wissenschaftlich betrachtet, kann nur die Albinomutation (mustela putorius furo) als Frettchen bezeichnet werden. Die unter dem Namen Iltisfrettchen bekannten Tiere sind Kreuzungsprodukte aus Albino und dem wilden Iltis. Diese Tiere tragen weitgehend die typischen Fellzeichnungen des Iltis und sind durch jahrelange Zucht heute genauso zahm und als Haustier geeignet wie das Albinofrettchen.In letzer Zeit sind etliche neue Mutationsfarben durch selektive Züchtung entstanden, so dass dem Heimtiermarkt noch weitere hübsche Farbfrettchen zur Verfügung stehen. Über diese Mutationen werde ich noch unter dem Link Farbfrettchen berichten.

Was kostet ein Frettchen?

Frettchen werden heutzutage von Züchtern und Tierheimen (www.frettchenhilfe.ch) verkauft. der Preis für Jungtier im Alter von etwa acht bis zwölf Wochen liegt je nach Farbe, Geschlecht und Region zwischen 150 SFr- 300SFr. Für besonders hübsche und seltene Mutationsfrettchen wird ein höherer Preis verlangt. Die tägliche anfallenden Kosten für Futter, Streu und Zubehör betragen etwa 3SFr- 4.50SFr.pro Frettchen. Tierheime dagegen geben Frettchen, die oft aber schon älter sind gegen kleine Geldspende an den neuen Besitzer ab. Tiere, die bei der Abgabe schon schutzgeimpft sind kosten mehr als ungeimpfte Welpen.

 



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